Der Meyer-Nordloh Brat-Hofhahn

 

Liebe Kundin, lieber Kunde,

 

die Info zu unseren Legehennen kennen Sie ja bereits

( sonst finden Sie Infos unter dem Punkt Legehennen).

Bisher wird unsere Umstellung bei den Legehennen trotz der damit verbundenen höheren Eier-Preise mit viel Unterstützung angenommen. Vielen Dank dafür !

 

Damit verbunden ist das Thema Hähnchenmast / Hähnchenfleisch.

 

99 Prozent der Hähnchen, die weltweit verzehrt werden, sind in 28 bis 33 Tagen zum schlachtreifen Tier herangewachsen. Diese Tiere müssen also innerhalb dieser kurzen Zeit ihr optimales Schlachtgewicht erreicht haben.

Die Standard BIO-Masthybriden leben circa drei Monate ! Unsere Hofhähne benötigen sechs bis acht Monate um zu kräftigen stattlichen, krähenden Hähnen heranzuwachsen. Da unsere Hühnerstalltür 24 Stunden täglich offen steht, nutzen die Hennen und Hähne jede Minute mit Tageslicht um auf Futtersuche zu gehen oder Ihren natürlichen Verhaltensweisen nachzugehen. Einige unserer Hähne nächtigen sogar am liebsten draußen bei den Schweinen und sind somit fast ihr ganzes Leben lang ( außer in den ersten Lebenswochen ) unter freiem Himmel.

 

Unsere Rasse-Hofhähne sehen sie manchmal, wie sie 100 Meter vom Hof entfernt auf unseren Acker- oder Gemüseflächen nach Würmern scharren. Dann geht es auf den Komposthaufen, von dort in den Rinderstall, dann zu den Schafen oder den Schweinen wo sie nach Leckereien suchen. Zwischendurch nehmen die Hähne auf der Hoffläche in der Sonne ein Staubbad.

 

Es ist nicht schwer ein normales BIO-Hybrid-Masthähnchen zuzubereiten. Schließlich handelt sich um weiches zartes „Babyfleisch“ mit kaum ausgebildeter Muskulatur. Das Leben eines BIO-Hybrid-Masthähnchens besteht aus Fressen und Ruhen, vorhandener Auslauf wird kaum genutzt.

Von der konventionellen Mast wollen wir gar nicht erst sprechen.

 

Ein voll ausgewachsener muskulöser sieben Monate alter Hahn benötigt eine andere Zubereitung als ein 90 Tage BIO-Masthähnchen. Das Fleisch ist bei richtiger Zubereitung eine Köstlichkeit. Nicht umsonst haben die Franzosen ihre Bresse-Hähne ( die bei weit über 20,00 EUR / kg gehandelt werden ). Wichtig ist das längere Garen mit Deckel bei niedrigerer Temperatur. Unsere Hähne haben festes geschmackvolles Fleisch. Das ist zunächst etwas ungewohnt für uns Masthähnchen-Esser. Denn das Hähnchenfleisch vom Turbo-Mast-Hybriden ist für uns zum „normalen“ Fleisch geworden.  Ist da vielleicht der gute Geschmack durch Massentierhaltung und Turbo-Hybriden auf der Strecke geblieben ?

 

Nun zur Zubereitung !

 

Wir machen es so:

Hahn salzen und pfeffern. Dann im Bräter von allen Seiten schön anbraten. Zwiebeln und Knoblauch dazu, auch schön braun anbraten. Mit Wein ablöschen ( weiß oder rot ). Deckel drauf ( ganz wichtig denn sonst trocknet das Fleisch stark aus ) und im Ofen bei ca. 150 Grad oder auf der Herdplatte ( niedrige Hitze ) ca. 2 bis 3 Stunden bei geringer Hitze im Sud garen / köcheln lassen ( nicht kochen ). Mehrmals mit Sud beschöpfen und  eventuell mit Wasser oder Wein nachfüllen. Zum Schluss den Deckel abnehmen und den Hahn bei Oberhitze schön knusprig werden lassen, hierbei den Sud einreduzieren.