Bei uns darf das Huhn ein Huhn sein:

Preisaufschlag für die Ethik

 

Unsere Hühner sollen so leben, wie es ihnen entspricht. Doch das verursacht höhere Kosten. Hier erfahren Sie, wie unsere höheren Eierpreise zustande kommen. Und warum wir uns zu diesem Schritt entschlossen haben.

 

 

Das Übliche: Eierlegen auf Hochleistung

 

Legehennen sind üblicherweise auf Hochleistung gezüchtet, das gilt leider auch für die Biobranche. So genannte Hybridhennen können sich nicht fortpflanzen, haben durch die hohe Legeleistung kaum Fleisch am Körper und sind nach zwölf, maximal 24 Monaten ausgemergelte Suppenhühner – so unsere persönliche Meinung. Die männlichen Küken werden – leider auch im Biobereich – nach dem Schlupf getötet.

 

Das können wir moralisch nicht vertreten. Bei uns gibt es daher nur

  • Eier aus der Bruderhahn Initiative
  • Eier von unseren Rasse-Hofhühnern

 

 

Guter Kompromiss: Die Bruderhahn Initiative

 

Die Bruderhahn Initiative richtet sich gegen das nutzlose Töten der kleinen Hähnchen. Pro Legehenne darf ein männliches Küken mit aufwachsen. Ihr Fleisch wird zu bezahlbaren Preisen angeboten, auch wenn dies ökonomisch nicht sinnvoll ist. Als Ausgleich wird für jedes Ei im Laden ein Zuschlag von vier Cent veranschlagt. Diese vier Cent werden zu hundert Prozent für die Aufzucht der Brudertiere und deren Vermarktung verwendet. Auch hier stammen die Eier also von Hybrid-Hennen, die Hähnchen werden aber bis zu sechs Monate aufgezogen.

 

Die Bruderhahn-Initiative sehen wir als gute Zwischenlösung, aber immer noch als Kompromiss.

 

Wirklich artgerecht: Unsere Rasse-Hofhühner

 

Bei uns soll das Huhn ein Huhn sein dürfen und nicht nur im Akkord Eierlegen. Darum haben wir uns für eine so genannte Zweinutzungsrasse entschieden. Diese Rassen eignen sich sowohl zum Eierlegen als auch zur Mast. Ökonomisch betrachtet sind sie ihren Hybrid-Kollegen aber weit unterlegen. Auch wenn unsere Hühner schon einmal zwei Kilogramm auf die Waage bringen, so legen sie doch wesentlich weniger Eier als Hybridhennen. Das Mehr an Fleisch kann den wirtschaftlichen Nachteil durch die geringere Legeleistung nicht ausgleichen.

 

Bei unseren Rasse-Hofhühnern handelt es sich um einen Mix alter Rassehühner so wie sie es „früher“ auf fast jedem Hof gab. Und unsere Hofhühner leben auch so, wie „früher“ – oder wie im Bilderbuch.  

 

Hühner-Leben wie im Bilderbuch

 

Bei uns ist die Stalltür offen und beim ersten Sonnenstrahl stürmen die Hühner nach draußen, um zu picken und zu scharren. Sie picken auf den Weiden, in den Ställen, auf unseren Ackerflächen oder am Misthaufen. Sie suchen sich einen großen Teil Ihrer Nahrung selbst. Unsere Hühner bekommen Legehennenfutter und Getreide. Einen Teil ihrer Nahrung nehmen sie aber beim Picken und scharren auf, beispielsweise Gras, Würmer oder Insekten. Dies führt zu einer noch geringeren Legeleistung. Denn dieses Futter ist zwar artgerecht, aber weniger konzentriert als spezielles Legehennenfutter. Auch geht ein Teil der Eier in Büschen oder Hecken verloren, da es die Hennen manchmal nicht schnell genug zurück ins Legenest schaffen. 

 

Unsere Hühner sind in der Lage ganz natürlich zu brüten und so zu leben wie man es jedem Huhn wünschen würde. Gehen Sie einfach mal Richtung Schweine und beobachten Sie unsere Hühner! Gern zeigen wir Ihnen auch die anderen Ställe.

 

Wir hoffen auf Ihre Unterstützung!

 

Wir können die höheren Kosten einer moralisch vertretbaren Hühnerhaltung nicht alleine tragen und sind auf Ihre Unterstützung angewiesen. Ab dem 1. November werden wir die Eierpreise je nach Haltungsform erhöhen und hoffen, dass Sie unseren Einsatz für eine wirklich artgerechte Haltung mittragen.  

 

Unsere Eierpreise :

 

Eier aus der Bruderhahn Initiative:    0,49 EUR / Ei

Eier von unseren Hofhühnern:          0,59 EUR / Ei